Plejaden, Siebengestirn oder einfach nur Messier 45 ist ein offener Sternhaufen der durch das Sternbild Taurus wandert und dabei die Staub und Molekülwolken zum Leuchten bringt. Das Logo der Automarke Subaru zeigt in ihrem Logo die Plejaden, denn Subaru ist der japanische Begriff für diesen Sternhaufen.
Die Plejaden bewegen sich durch die Milchstraße und verlieren dabei mehr und mehr an zugehörigen Sternen. Ursprünglich waren es ca. 3900 Sterne, die nach und nach durch Schwerkrafteinflüsse der Milchstraße seit ihrer Entstehung verloren gingen. Der Sternhaufen der Plejaden ist ungefähr 100 Millionen Jahre alt. Die Zukunft der Plejaden könnte ähnlich aussehen wie die inzwischen weit verstreuten Sterne der Hyaden (700 Millionen Jahre alt). Der Orionnebel hingegen ist noch sehr jung und wird vermutlich in 100 Millionen Jahren den Plejaden ähneln. Die Entstehungsgeschichte dieser drei Himmelsojekte ist ähnlich verlaufen.
M45, Aufnahme mit dem Askar 71F bei 370mm Brennweite (Norden ist links)

Bei der Aufnahme oben habe ich eine Spikemaske verwendet an der sich die kreuzförmigen Beugungserscheinungen dann zeigen (analog zum Newton Teleskop). Ich finde das verleiht dem Bild das typische funkeln das man aus den Medien kennt. An sich zeigt ein Refraktor keine solchen Spikes, da sich nichts im Strahlengang vor der Kamera befindet.

Bei dieser Aufnahme (Norden ist oben) habe ich ein anderes Teleskop mit mehr Brennweite verwendet und keine Spikemaske aufgesetzt (Askar 120, bei 670mm Brennweite). Hier sind refraktortypisch keine Spikes vorhanden. Dennoch sind einige Reflektionen von den im Tubus befindlichen Streulichblenden zu erkennen. Leider sind durch die hellen Sterne auch weitere farbige Reflektionen im Bild zu sehen. Dies scheinen durch die konstruktiv zu kurz geratene vordere Tauschutz/Streulichtblende zu entstehen. Hier muss ich ggf. eine selbst 3D-gedruckte Verlängerung testen.
Unterhalb des Sterns Merope ist der schwierig sichtbar zu machende kleine Nebel „Barnards Merope Nebel“ (IC349) zu erkennen. Mit dem Askar120 und der OGMA Kamera ist es möglich (1,15″/Pixel). Es ist ein kleiner dreieckiger Nebel aus Staub und Gas, welchen Merope beleuchtet und nicht in Releation mit dem Rest des Plejadennebels steht.
In der Aufnahme mit dem kleinen Askar71F mit der QHY294c ist IC349 nicht zu erkennen, die Auflösung des Setups ist zu klein (2,6″/Pixel)
Hier die oben angesprochenen Reflektionen im Detail (Askar120)
| Objekt | Trivialname | Optik | Kamera | Filter | Belichtungszeit | Datum der Aufnahme |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Messier 45 | Plejaden, Siebengestirn | Askar 71f/ (Askar 120) | QHY294c/ (OGMA AP26mc) | Bayer Matrix/ (LRGB) | 2,5h (4,5h) | Dez 2025 |




